Begrüßung Website Linda Tellington-Jones

 

Ich begrüße Sie herzlich auf unsere Homepage und freue mich, dass Sie nach weiteren Informationen zum TTouch für Tiere oder Menschen  suchen.

Der TTouch - von Tieren ... 


Sie wissen vielleicht, dass sich hinter dem Tellington-TTouch eine interessante Geschichte verbirgt. Tellington-TTouches sind sanfte Berührungen der Haut, die überall am Körper ausgeführt werden. Die langjährigen Erfahrungen mit TTouch lassen vermuten, dass die TTouch-Berührungen sehr positiv auf die Zellen des Körpers wirken. Ich glaube an die Intelligenz der Zellen, denn jede einzelne Zelle „kennt“ seine Aufgabe im großen Zusammenspiel des Körpers und kann Emotionen, positive wie auch negative, in Form von biochemischen Stoffen speichern. TTouch-Berührungen scheinen die Zellen an ihre Aufgaben zu erinnern und positiv zu beeinflussen.

TTouch wurde ursprünglich für die Behandlung von schwierigen Pferden entwickelt und ist Teil einer erfolgreichen Erziehungs- und Ausbildungsmethode.


Foto: Gabriele Boiselle
Linda Tellington-Jones und Grazil im Besitz der Familie Pignon

Die Tellington-TTEAM-Methode ist seit über 30 Jahren in der Pferdeszene ein Begriff, seit mehr als zehn Jahren wird sie auch für Haustiere wie Hunde, Katzen, Kaninchen, Meerschweinchen, Vögel, Reptilien, aber auch für Nutztiere wie Rinder oder Ziegen sowie Wild- und Zootieren weltweit eingesetzt. Und das sowohl von Tierfreunden als auch von Tiermedizinern, Tierpflegern und Tiertrainern.

... und Menschen


Zuerst schien es, als wäre der TTouch gut für Tiere geeignet, doch im Laufe der Jahre wurde er immer häufiger auch am und zwischen Menschen angewandt. Und das nicht zuletzt deshalb, weil die Tierfreunde selber spüren wollten, wie sich TTouch für ihre Tiere anfühlt.

Zahllose Berichte und eigene Erfahrungen dokumentierten die positiven Effekte und Erfolge des TTouch am Menschen. Mir wurde klar, dass wir Menschen vom TTouch genauso profitieren wie unsere Tiere. Als ein Ergebnis dieser Entwicklung begann ich mit Kursen für Menschen in den USA, in Kanada und dann auch in Österreich, der Schweiz und in Deutschland. Für mich ist TTouch ein Geschenk der Tiere an uns Menschen.

Im August 2003 erschien „TTouch for You!“ als erstes Buch und Anleitung für den Tellington-TTouch für Menschen.

Im Jahr 2003 begann ich auch mit der dreijährigen TTouch-for You!-Lehrer-Ausbildung in Deutschland. Dieses Kurs-Programm richtet sich an alle Interessierten, aber vor allem an in medizinischen oder pädagogischen Berufen arbeitende Menschen. 

Ich freue mich darauf, Sie vielleicht eines Tages persönlich bei einer Vorführung, im Workshop oder im Seminar - für Tiere oder für Menschen-  begrüßen zu können.

  Ihre Linda Tellington-Jones

Die Geschichte von TTouch und TTEAM in Europa

Meine „Liebesgeschichte“ mit Deutschland begann 1973, als ich die berühmte Pferde-Expertin Ursula Bruns für einen Monat im Freizeitreiter-Testzentrum Reken besuchte. Im Jahr zuvor war sie mein Gast in meiner Schule für Reitlehrer in Kalifornien gewesen, und wir hatten sofort Freundschaft geschlossen. Damals hätte ich aber wahrlich nicht geglaubt, dass Europa und ganz speziell Deutschland in den nächsten 30 Jahren so etwas wie meine zweite Heimat werden würde - aber es kam so.

1975 präsentierte ich auf der großen Pferdemesse Equitana mit drei anderen Pferdefreunden das Reiten auf umgesattelten Pferden, die ohne Zaumzeug nur mit einem Ring um den Hals gelenkt wurden. Ursula Bruns als Chefredakteurin der Fachzeitschrift „Freizeit im Sattel“ kommentierte unseren Auftritt. Die Idee, Pferde ohne Sattel und Zaumzeug zu reiten, war zu dieser Zeit eine Sensation und viele Zeitschriften berichteten darüber. Durch die große Publicity wurde ich vielfach darum gebeten, Wochenendkurse zu leiten und Menschen mit schwierigen Pferden zu helfen, was ich sehr gerne tat.

Ich hatte bis zu diesem Zeitpunkt in den USA und Kanada vor allem mit Menschen aus der Reitsportszene zu tun gehabt. Ich leitete die von meinem Mann und mir gegründete Schule für Reitlehrer, die Schüler absolvierten bei uns ein 9-monatiges Ausbildungsprogramm. In Deutschland kam ich nun überwiegend mit Freizeitreitern in Kontakt, denen es vor allem auf eine gute und harmonische Beziehung mit ihren Pferden und weniger auf den Gewinn von Turnieren ankam.

 

Ursula Bruns war es dann auch, die mich dazu animierte, meine Vorgehensweise und Arbeit mit Pferden zu strukturieren und eine Methodik zu entwickeln.

1977 startete ich mit 20 schwierigen Pferden im Testzentrum Reken ein 5-wöchiges Trainings- und Ausbildungsprogramm. Wir wollten sehen, ob es möglich wäre, mit Hilfe meiner Übungen schwierige Pferde positiv zu beeinflussen und wieder freundlich und reitbar zu machen. Meine Herangehensweise basierte auf der Erkenntnis, dass Tiere aus Angst, Schmerz, Nervosität oder Unsicherheit Verhaltensweisen zeigen, die für Mensch und Tier problematisch sind, wie etwa Ausschlagen, Beißen, Durchgehen, Buckeln und so weiter. Diese Verhaltensweisen können nur beseitigt werden, wenn an den Ursachen gearbeitet wird – also beispielsweise Angst oder Schmerzen beseitigt werden. Strafen oder Druck helfen weder Pferd noch Reiter weiter.

 Die Übungen, die ich mit den Pferden machte, fußten vor allem auf meiner Ausbildung zur Feldenkrais-Lehrerin für Menschen sowie auf meiner 30-jährigen Erfahrung mit Pferden. Die Pferde im Testzentrum lernten neue Bewegungen kennen, konnten so aus alten Verhaltensmustern ausbrechen und neue, positive Erfahrungen mit Menschen machen.

Die Feldenkrais-Methode basiert auf der Theorie, dass Menschen weniger als 10% der vorhandenen Gehirnzellen nutzen. Ein Kind, das Laufen, Sprechen, Tanzen oder Sporttreiben lernt, entwickelt gewohnheitsmäßige Muster, die im Gehirn gespeichert werden. Dr.Feldenkrais´ Methode beruht darauf, die ungenutzten Potentiale im Körper und Gehirn zu aktivieren, und zwar durch behutsame, unbedrohliche und nicht gewohnheitsmäßige Bewegungen und Manipulationen. Meine Ausbildung zur Feldenkrais-Lehrerin inspirierte mich, auch mit Pferden in dieser Form zu arbeiten und ich konnte erleben, dass dieses Prinzip nicht nur erfolgreich für Menschen, sondern genauso für Tiere ist.

Wir konnten also tatsächlich das Verhalten der schwierigen Pferde verändern und  spektakuläre Erfolge erreichen. In diesen Wochen dokumentierten wir meine Vorgehensweise und die TTEAM-genannte Methode wurde geboren (Tellington Equine Awareness Movements). Nach Ende des Programms schrieben Ursula Bruns und ich das Buch „So erzieht man sein Pferd“, das im Müller-Rüschlikon Verlag erschienen ist.

In den 1980er Jahren gab ich viele Vorführungen und zweiwöchige Trainingszeiten in Deutschland, Österreich und der Schweiz in enger Zusammenarbeit mit der Österreicherin Annegret Ast. Sie war damals Landestrainerin der Jungen Reiter und Mitglied im österreichischen Reiter-Ausbildungskomitee zusammen mit dem berühmten Brigadier Kurt Albrecht, dem früheren Leiter der Spanischen Reitschule in Wien. Annegret wurde erster TTEAM-Instructor und bildete mit mir zusammen die ersten TTEAM-Practitioner aus, sie gründete außerdem den TTEAM-Club und betreute den TTEAM-Newsletter. Als Annegret dann ihre zwei Kinder bekam, konnte sie nicht mehr so viel Zeit erübrigen und übergab die Organisation an Beate Meyer, die die TTEAM-Aktivitäten ebenfalls viele Jahre exzellent betreute.

As die TTEAM-Gilde, also die Zahl der ausgebildeten TTEAM-Practitioner, Anfang der 1990er-Jahre immer größer wurde, gründeten wir ein offizielles TTEAM-Büro in Deutschland, dessen Leitung Bibi Degn inne hat. Bibi ist eine international erfahrene Distanzreiterin und fing 1990 an, mit der TTEAM-Methode zu arbeiten. Seit 1997 organisiert Bibi die dreijährige Ausbildung für Practitioner für Pferde und Hunde und betreut außerdem die Website www.tteam.de. Über diese Website können inzwischen über 150 Practitioner erreicht und alle Kursprogramme abgefragt werden.

1983 entwickelte ich den Tellington-TTouch, also die kreisende Bewegung der Haut. Dies war ein großer Fortschritt in meiner Arbeit und brachte ganz neue Impulse. Ich musste immer wieder feststellen, dass ich die Pferde mit Hilfe der komplizierten Feldenkrais-Bewegungen beruhigen konnte, aber die Besitzer der Pferde konnten es nicht. Der Tellington-TTouch dagegen war leicht nachzumachen, weil unkompliziert und für jeden nachvollziehbar. Im Laufe der nächsten Jahre strukturierte und probierte ich mit Hilfe meiner Schwester Robyn die Wirkungen der verschiedene TTouches aus, dokumentierte ihre Einsatzmöglichkeiten und gab ihnen die Tiernamen.

1993 wurde mein Buch „Der neue Weg im Umgang mit Tieren“ im Kosmos Verlag veröffentlicht. Dies war der Beginn einer sehr intensiven und erfolgreichen Zusammenarbeit: Inzwischen sind ein Kinderbuch sowie mehrere Titel für Pferde- und Hunde- und Katzenfreunde auf dem Markt. Ebenfalls  erschienen verschiedene Videos zur TTEAM-Methode. Im Jahr 2000 feierte ich mein 25-jähriges Jubiläum in Deutschland. 2003 erschien dann mein erstes Buch zum Tellington TTouch für Menschen - ein weiterer Meilenstein, für den ich dankbar bin und gleichzeitig sehr stolz.

Und nun sind es schon über 30 Jahre, die ich mehrer Monate im Jahr in Deutschland, aber auch Österreich und der Schweiz verbringe. Ich besuche Messen, führe die Ausbildung der Practitioner weiter und gebe vielerlei Kurse, Vorführungen und Lesungen. Daneben entstehen weitere neue Bücher für Tierfreunde, die sehr oft zuerst in deutscher Sprache, und erst danach in meiner Heimat  erscheinen. Auch das spricht für meine intensive und innige Verbindung mit Europa.

Ich freue mich auf viele weiterte Jahre in enger Verbundenheit...

Mit lieben Grüßen, Linda Tellington-Jones

 

Linda Tellington-Jones lebt – wenn sie nicht gerade für TTouch und TTEAM um die Welt reist – mit ihrem Mann Roland Kleger und ihrer West Highland Terrierhündin Rayne auf Hawaii. Ihr TTEAM-Hauptbüro in Santa Fe, New Mexico, USA ist mit allen anderen TTEAM-Büros in Kanada, Deutschland, Österreich, Schweiz, Großbritannien und Südafrika im ständigen Kontakt.

 

******************************

Ein Benutzer hat die Verantwortung für diesen Artikel übernommen.
Der Artikel kann deswegen nicht bearbeitet werden. Verantwortlicher Benutzer:Bibi Degn