Moshé Feldenkrais
geb. 1904, war Physiker und Judolehrer und entwickelte die nach ihm benannte Feldenkrais-Methode der körperlichen Betätigung und Entspannung.
Leben
Feldenkrais wanderte 1918 nach Palästina aus. Zunächst arbeitete er im Straßenbau und als Privatlehrer für Kinder, außerdem lernte er Jiu Jitsu und lehrte es später auch. 1927 legte er sein Abitur am Theodor Herzl-Gymnasium in Tel Aviv ab und ging nach Paris, um Elektrotechnik, Mechanik und anschließend Physik bis zur Promotion zu studieren.
Von 1933 bis 1940 arbeitete er als Nukleartechniker. Während dieser Zeit traf er auf Jigoro Kano, den Begründer des Judo.
Feldenkrais emigrierte 1940 nach Großbritannien. Von 1940 bis 1946 arbeitete er für die britische Admiralität in Schottland im Bereich der Sonartechnik zur Erkennung von U-Booten. Nebenbei las er Bücher über Neurophysiologie und Neuropsychologie. Er entschied sich dann, nach Palästina zurückzukehren, um am Aufbau des neu gegründeten Staates Israel mitzuhelfen. Er arbeitete dort zunächst in einem Forschungsinstitut des Verteidigungsministeriums, ab 1952 widmete er sich jedoch ganz der Ausarbeitung seiner eigenen Methode und gründete sein eigenes Feldenkrais-Institut.
Feldenkrais-Methode und Tellington-Methode
Linda Tellington-Jones ist Absolventin der ersten Ausbildungsgruppe von Moshe Feldenkrais. Die Methode inspirierte sie und auch die Entwicklung der Tellington Methode.
Es gibt zwei Grundsätze der Feldenkrais Methode, die in die Tellington-Methode hineinreichen:
a) stets in Abwesenheit von Angst und/oder Schmerz zu arbeiten
b) ungewohnheitsmäßige Bewegungen zu nutzen als Mittel zum Lernen
Anders als die Feldenkrais-Methode, die in erster Linie Skelett und Nervensystem anspricht, ist die Tellington Methode Arbeit an der zelle, egal welchen Zellverbunds.
