Vorgeschichte
Der TTouch hat unser Leben im positiven Sinne total verändert. Ohne TTouch wäre Blaze nicht mehr bei mir. Blaze und ich hatten massive Verständigungsschwierigkeiten. Dadurch, dass sie so ängstlich und schreckhaft war und ich ihr scheinbar keinerlei Halt in einer schwierigen Situation geben konnte, entfernten wir uns voneinander, da ich mich abgelehnt fühlte. Sie suchte bei fremden Menschen Schutz, wenn sie Angst vor irgendetwas hatte. Das konnten Flugzeuggeräusche, ein dumpfes Hämmern oder Autotürschlagen sein. Von Gewittern, Silvesterknallern und Schüssen ganz zu schweigen. Dann ging nämlich tagelang nichts mehr. Sie hat sich versteckt und am ganzen Körper gezittert. Sie verrichtete ihre Notdurft dann sogar in unserem Bodenabstellraum. Ich suchte Hilfe bei einer erfahrenen Hundetrainerin, bei einer Border Collie Spezialistin und beim Züchter. Leider konnte mir keiner helfen. Nur eine Trennung wurde mir vorgeschlagen. In dieser ausweglosen Situation stieß ich in unserer Tageszeitung auf einen Bericht über Margret Winkel und ihre Arbeitsweise.
Veränderung
Schon das darauffolgende Telefonat mit ihr gab mir neuen Mut und ich besorgte mir das Buch „Der neue weg im Umgang mit Tieren“. Später besuchte ich einen TTouch Workshop und war begeistert. Endlich hatte ich meinen „Schlüssel“ zu Blaze gefunden und endlich wusste ich, was ich tun konnte, um sie aufzufangen in ihrer Angst. Die tiefste Verbindung hat bei uns das Haargleiten gebracht. Blaze entzog sich mir nicht, sondern entspannte sich und meine Gedanken, mit ganz viel Liebe zu dem Tier, konnten fließen. Dann schlummerte sie sogar in meinem Schoß ein. Nie werde ich dieses herrliche Gefühl vergessen. Von den vielen Beispielen wie gut TTEAM bei Blaze und mir wirkt, habe ich eines ausgewählt.
Unsere Urlaubsreise
Unseren diesjährigen Urlaub verbrachten wir auf Bornholm und mussten somit die Fähre nehmen. Vor 2 Jahren bekam Blaze vor den Überfahrten jeweils eine Beruhigungstablette, denn ohne hätte sie den Stress nicht ausgehalten. Schon auf der Autofahrt arbeiteten meine Tochter und ich an Blaze (Wolken – Leopard TTouch, Ohren TTouch, Maularbeit) und legten auch das halbe Körperband an. Auf der Fähre führte ich Blaze mit der Balanceleine die engen, hohen und offenen Eisengitterstufen nach oben. Es war zudem sehr, sehr laut im Schiffsrumpf. Ich sprach zu ihr und lobte sie die ganze Zeit. Blaze hatte keine Probleme die Passagierebene zu erreichen. Auf den ihr zugewiesenen Platz legte sie sich und blieb ruhig liegen. Genauso unproblematisch ging sie nach 1½ Stunden den Weg zum Auto zurück. Die Rückfahrt hatten wir nicht auf einer Schnellfähre und mussten somit 3 ½ Stunden überbrücken. Vor der Fahrt TTouchten wir und legten wieder das Körperband an. Dieses Mal probierten wir den engen Fahrstuhl aus, um auf das Oberdeck zu gelangen. Ich wies Blaze den Weg und sie vertraute mir. An Deck musste sie auf dem Hartplastikboden mit den tiefen Rillen laufen, doch mit der Balanceleine ging das prima. Die dort anwesenden Hunde begrüßte sie freundlich und interessierte sich sofort für ihr Futter. Sie hat geruht und sich wohlgefühlt und wir alle waren sehr glücklich darüber.
