Luna, Dobermann, 4,5 Jahre
(eigener Hund)
- -Erstkontakt
- Erster Eindruck
- Verhalten zwischen Halter und Tier
- Beschreibung des Umfeldes
- Körperlicher Zustand des Tieres
- Verhalten des Tieres
- Problem
- Was wurde bereits getan
- Beschreibung der praktischen Arbeit am Tier (Technik, TTouches, Druckstärken, Tempo, etc.)
- Wie wird der Tierhalter einbezogen
- Resultat
- Zweites Arbeitstreffen
- Weitere Arbeitstreffen
- Rückschau auf die Arbeit:
- Vorschläge und Anregungen für die weitere Arbeit
-Erstkontakt
Erster Eindruck
Neugierig, vertrauensvoll
Verhalten zwischen Halter und Tier
entspannt
Beschreibung des Umfeldes
Luna ist das dritte Familienmitglied, Einzelhund
In der Regel rund um die Uhr beim „Rudel“
Woher kommt das Tier:
vom Züchter
Körperlicher Zustand des Tieres
Ohren und Schwanz kupiert, glänzendes Fell, Augen schnell tränend, Verspannungen im Schulterbereich und an den Hinterläufen, Kopf eher hoch gehalten, wachsamer Blick. Gewichtsverlagerung auf den vorderen Bereich, beim Stehen leichte Schonhaltung vom rechten Hinterlauf, Haut auf den Schenkeln gespannt, verspannte Regionen und Knie sind wärmer als der restliche Körper
Verhalten des Tieres
Aufmerksam, freundlich, interessiert, stellt sich ruhig hin
Problem
Ziehen an der Leine, kein ruhiges Bei-Fuß-Gehen, Bellen im Auto (auf Fahrt zum Spazierengehen)
Was wurde bereits getan
Leine vor die Brust gelegt
Geschirr statt Halsband
An der Leine gezogen
Geschimpft, geredet, und viele verwirrende Befehle gegeben ;-)
Beschreibung der praktischen Arbeit am Tier (Technik, TTouches, Druckstärken, Tempo, etc.)
30 min vor dem Spazierengehen getoucht, langsame Pythonheber und Muschel-TTouches im Nacken und an den Vorder- und Hinterläufen, Druckstärke 3, Anlegen einer Ganzkörperbandage, Tragezeit ca. 20 Minuten, selbst ruhig Anziehen und Vorbereiten des Spazierganges mit erstmalig Leckerlis und Clicker. Aufmerksam auf mich lenken bzw. Bei-Fuß-Gehen üben auf dem Weg zur Wiese (ohne Auto), 3 Übungseinheiten während des Spazierganges mit zeitlichen Abständen zwischendrin.
Wie wird der Tierhalter einbezogen
Intensive Selbstreflektion ;-)
Resultat
Erstaunlich! Luna interessiert sich für mich, hat kein großes Interesse, gleich loszurennen und wie wild über die Felder zu jagen, sie bleibt in meinem Radius, wirkt ruhig und ausgeglichen. Kommen andere Hund oder Personen entgegen, kommt Luna zu mir, geht ruhig neben mir und nimmt deutlich ruhiger als sonst Kontakt auf. Rennt nicht ungestüm auf fremde Hunde zu. Das wird von den anderen Hunden und deren Halter wohlwollen honoriert. Luna und ich können auf dem Rückweg mit durchhängender Leine ganz entspannt nach Hause gehen.
Zweites Arbeitstreffen
Was hat sich in der Zwischenzeit ereignet?
Keine besonderen Ereignisse, Tägliche TTouches (ca. 20 –30 Minuten)
Beschreibung des Fortschrittes:
Luna hat sich viel gemerkt und kennt den Clicker und die damit verbundene Lernenheit.
Luna ignoriert die Leine weitestgehend, das „Schmelzen“ lassen funktioniert endlich, weil der starke Zug weg ist. Luna ist aufmerksam und schaut mich an, wenn ich Kontakt zu ihr aufnehmen will. Richtig bei Fuß geht sie noch nicht, sie ist mit dem Kopf zu weit vorne, aber es ist alles deutlich besser und entspannter. Luna erkennt den Befehl „Steh“ noch nicht, sie setzt sich immer hin, um ein Leckerli zu bekommen. Daran muss noch gearbeitet werden. Luna geht größtenteils gut beim Richtungswechsel mit und passt sich der Geschwindigkeit an.
Beim Autofahren Versuch, zu Klickern und zu belohnen, wenn Luna sich hinsetzt, statt vor Vorfreude nervös auf der Rückbank hin und her zu laufen.
Weitere Arbeitstreffen
Was hat sich in der Zwischenzeit ereignet?
Ich habe das Gefühl, Luna lässt sich auch mit der Bellerei im Auto, wenn sie andere Hund draußen sind, schneller wieder beruhigen.
Beschreibung der praktischen Arbeit und Fortschrittes:
Körperbandage 30 min bevor ich mit Luna rausgehe. Pyhtonheber DS 3-4 an allen vier Beinen, im Stehen. Ausstreichen bis zu den Pfoten zur besseren Erdung.
Ich lasse sie die letzten Male nicht einfach aus dem Auto springen uns losrennen. Sondern ich leine sie im Auto an, lasse sie langsam aussteigen und geb ihr erst einmal ein „Steh“, bis ich alles zum Loslaufen sortiert habe. Das klappt bestens. Luna zieht nicht an der Leine, sehr zu meinem Erstaunen. Wir laufen die ersten paar Minunten an der Leine, bestätigt mit Clicker und Leckerli. Verliert Luna das Interesse kann ich nun endlich die Leine „schmelzen” lassen, weil sie nicht mehr so stark zieht. Luna scheint das sehr zu begrüßen.
Rückschau auf die Arbeit:
Welche Details habt ihr bei Mensch und Tier wahrgenommen?
Selbsterkenntnis:
Ich selbst mache alles schnell: ich rede schnell, esse schnell, fahre schnell Auto, denke schnell, handele schnell, laufe schnell, arbeite schnell, lese schnell, etc. Und ich erwarte von Luna, ein ruhiger, ausgeglichener Hund zu sein!!! Das ist schon sehr lustig ….
Das zu ändern und in ruhige Bahnen zu lenken, ist u.a. meine persönliche Aufgabe. Außerdem gebe ich an Luna endlich verwirrende Signale, verbal und physisch. (ein Wunder, dass sie mich überhaupt so klasse versteht)
Luna freut sich über die neue Art des Spazierengehens und über den vielen Kontakt zwischen ihr und mir. Sie lernt aus meiner Sicht unglaublich gerne und sehr schnell. Ich glaube, sie war bislang eindeutig unterfordert. Sie ist, so wie ich, au f jeden Fall bewusster bei der Sache. Die Leine scheint von Luna nicht mehr so sehr mit „Einengung/Einschränkung/schlecht/langweilig“ verknüpft zu sein sondern kann von ihr besser akzeptiert werden.
Welche persönlichen Fortschritte habt ihr in eurer Arbeit gemacht?
Mehr und mehr Sicherheit und Abwechslung in den TTouches, mehr Ideenvielfalt, mehr innere Ruhe, bessere Mensch-Tier-Beziehung.
Vorschläge und Anregungen für die weitere Arbeit
Weiter so ;-)
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