Aufbau

  • Sie benötigen sechs bis acht Stangen, die Sie wie auf dem Bild ersichtlich anordnen. Hat Ihr Hund/Pferd Mühe sich zu biegen oder läuft sehr eilig, können Sie das Labyrinth anfangs auch weiter legen.
  • Sie brauchen keine schnurgeraden Stangen. Bei den Forstämtern bekommen Sie günstig etwas schiefe Stämme.
  • Ersatzweise können Sie das Labyrinth auch mit Latten oder Seilen legen, mit Sägespänen oder Sand markieren oder in der Halle oder auf dem Platz in den Boden zeichnen.

 

Wie?

  • Sie können das Labyrinth mit Ihrem Pferd vor- und rückwärts durchlaufen.
  • Am Anfang fällt es den meisten Pferden am leichtesten, das Labyrinth ohne anzuhalten zu bewältigen. Später können Sie das Tempo variieren, einzelne Schritte verlangen und Ihr Pferd an verschiedenen Stellen stoppen (zuerst auf den Geraden, später in den Kurven).
  • Auch geritten ist das Labyrinth eine wunderschöne Übung, um die Geschmeidigkeit Ihres Pferdes zu verbessern

 

Wichtig:

  • Achten Sie darauf, wie das Pferd seine Beine koordiniert. Kann es gleichmässig um die Kurven laufen? Oder bleibt die Hinterhand stehen, während es sich um die Vorhand dreht und umgekehrt? In diesem Fall wirkt es oft Wunder, ein oder zwei Mal über den Stern zu gehen und es dann noch mal zu probieren.
  • Hat Ihr Pferd sehr Mühe, können Sie es zuerst durch das „L“ führen, bis es gelernt hat, eine einzelne Kurven zu meistern. Auch das Rückwärtsrichten um eine Ecke fällt den meisten Pferden anfangs im „L“ leichter.

Das Labyrinth in der Bodenarbeit mit Hunden

Ziele der Arbeit im Labyrinth

Der Hund wird aufmerksam und sich seines Körpers bewusst - insbesondere richtet sich die Aufmersamkeit auch auf die Hinterbeine hat die er bewusst benützt.Schult die Kooperationsbereitschaft bzw. den Menschen die Führung zu übernehmen.Der Hund kann besser denken und braucht mehr Konzentration. Er benützt abwechselnd die linke und die rechte Gehirnhälfte weil er Links- und Rechtskurven macht. Er ist so besser in seiner seelischen und körperlichen Balance und gewinnt an Selbstvertrauen. Er wird beweglicher.

Wie mache ich es?

Der Hund soll bewußt durch das Labyrinth gehen, also langsam Schritt für Schritt. Immer mal stehenbleiben um alle vier Pfoten wirklich am Boden zu haben und sich zu erden. Gerade auch in den Wendungen werden die Pfoten möglichst langsam und deshalb bewußt voreinander gestellt.

Gerade bei hektischen Hunden ist das Labyrinth (vielleicht in Kombination mit der Balanceleine plus) eine gute Möglichkeit um Ruhe in den Hund zu bekommen. Der Hund  muss sich auf seinen Menschen und die Bewegungen innerhalb des Labyrinthes konzentrieren.

Auch bei Hunden, die gar nicht ausbalanciert sind ist es eine gute Übung. In den Wendungen muss sich ein nicht ausbalancierter Hund gut überlegen, wie er seine Pfoten unter den Körperschwerpunkt bekommen.

Einschränkungen gesundheitsbedingt

Das Labyrinth darf nicht zu eng aufgebaut werden, damit ein Hunde mit kausalen Bewegungseinschränkungen nicht unnötig an seine Grenzen gebracht wird.