Scheutraining von Anke Recktenwald

Tellington Training für junge oder schreckhafte Pferde und bei Verladeproblemen:

Diese Tellington Bodenarbeit ist einsetzbar für Pferde die Scheuen, bei Jungpferden als Vorbereitung fürs Reiten, und bei Pferden die Stress im Pferdeanhänger haben. Sie lernen Dinge um sich herum und über sich zu akzeptieren, lernen zu stoppen statt zu flüchten, in unsicheren Situationen, den Kopf zu senken und einen Weg aus dem Fluchtreflex zu finden, die Angst vor der Enge zu verlieren und seltsame Geräusche gelassen hinzunehmen.

Die 5 F

Es gibt 5 Möglichkeiten mit großem Stress/Angst umzugehen: Flucht, Kampf, Herumblödeln, Erstarren/Einfrieren und Abschalten/Umfallen (Flight, Fight, fooling around, Freeze und faint). Pferde nutzen, je nach Temperament und Erfahrung unterschiedliche Möglichkeiten. Das Erstarren wird leicht übersehen, da die Pferde stur wirken und kaum oder nicht mehr reagieren. Hier ist die flache Atmung, ein unbeweglicher Blick oder eine fixierte Kopfhaltung zu beobachten. Mit etwas Futter kann ein Pferd aus dieser Erstarrung oft befreit werden. Manch

e sind aber so sehr erstarrt, dass sie nicht mal mehr fressen können. Der Tellington TTouch rund um das Maul kann hier sehr hilfreich sein.

Plane

Eine Variante der TTEAM- Planenarbeit ist das Gehen über die Plane. Als Vorbereitung wird die Plane weit auseinandergelegt, sodass Ihr Pferd es schaffen kann und mutiger wird. Wir halten die Pferde immer wieder an, um den Fluchtreflex zu unterbrechen, den Kopf erneut zu senken, oder TTouch zu machen, um das Sicherheitsgefühl des Pferdes mit den Planen zu erhöhen. Ein unsicheres Pferd hebt den Kopf und flüchtet gerne nach vorne, wenn es den größten Teil der Planen geschafft hat.

             

Es noch mal sanft zu stoppen, und zu TTouchen unterbricht hier den Fluchtreflex. Die Planen werden nach ruhiger Überwindung enger geschoben, bis nur noch ein kleiner Spalt übrig ist. Es empfiehlt sich, die Plane nach vorne spitz zulaufen zu lassen, das macht die Pferde mutiger es anzugehen. Ein weiterer Schritt ist darunter durchzugehen. Hier lernen junge Pferde schon in der Vorübung (unter Gerten durchzugehen), dass etwas höher als sie sein kann. Zum Beispiel die Menschen auf den Blöcken. Wenn Sie ihr Pferd wie auf dem Bild oben anhalten, kann es lernen sich umzuschauen und Futter aus der Hand der "großen" Menschen nehmen. Beim Jungpferd empfiehlt es sich außerdem, dass diese Helfer das Pferd TTouchen, also mit dem Körper positiven Kontakt aufnehmen. Schließlich wird die Plane über den Kopf gehalten, erst ganz schmal zusammengefaltet, dann langsam breiter.
                 
Die dritte Variante ist, das Pferd zwischen den Planen zu arbeiten. Hier ist es wichtig zu beachten, dass die Plane nicht fliegt, oder das Tier berührt oder raschelt. Die Helfer können sich unten auf die Plane stellen. Wieder wird erst mit großem Abstand gearbeitet, der langsam verringert wird. Auch hier können die Helfer mit Futter unterstützen, dass das Pferd kaut und nicht mit angehaltenem Atem erstarrt. Nach dem Erstarren folgt meist der Fluchtreflex. Ein so gearbeitetes Pferd lernt den Fluchtreflex zu überwinden und Vertrauen zu seinem Menschen aufzubauen.

Sonstige Hilfen

Eine weitere Möglichkeit, vor allem für Jungpferde, ist das Tellington Training: Fahren vom Boden auch durch die Plane Anleitung zum Fahren vom Boden: http://www.anke-recktenwald.de/Tellington_Training_fahren_vom_boden.pdf

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