Schock


kann ganz unterschiedlich aussehen - auch je nach Schwere
des Schockzustands.

Erste Anzeichen

Das Tier ist schwer oder gar nicht ansprechbar, apathisch
blickt panisch
atmet hektisch
fühlt sich kalt an(oder zumindest kälter als normal oder gewohnt)
ist blass (unterm Fell vielleicht schwieriger zu sehen)
alle teile die normalerweise rosarot sind, sind jetzt eher rosaweiss z.b. zahnfleisch, die farbe ist ganz weg weil das blut nicht mehr dorthin gelangt.
der Puls rast

Generelle Symptome


 Atmung: meist flach, hektisch, kürzere Intervalle - oder in  Kreislauf-kritischen Fällen auch ganz ausgesetzt;

Aufnahmefähigkeit: meist gleich null; kaum oder gar nicht ansprechbar;
"Standby"-ähnlicher Zustand; aufgrund des hohen Adrenalinspiegels meist
 kein oder wesentlich geringeres Schmerzempfinden;

Augen/Blick: panisch, weit aufgerissene Pupillen, oft nicht mehr
licht-reaktiv, manchmal blutunterlaufene Augen; oder bei Bewusstlosigkeit   auch geschlossene Lider; manchmal hervortretende Augäpfel;
Bewegung: entweder regungslos oder unkontrollierte, hektische, schnelle
Bewegungen;

Fell/Haut: ab und zu "Gänsehaut", aufgestelltes Fell, gespannte Haut oder
bei Bewusstlosigkeit auch schlaff, völlig ohne Spannung;
wenig-pigmentierte ebenso wie normalerweise stark durchblutete Haut (rosa
Nase, Zahnfleisch) im Schockzustand bleich oder bläulich aufgrund Blut- bzw. Sauerstoffmangel der Haut;

Herz/Kreislauf: schneller Puls; da Blut von Gliedmaßen & Organen weg in
die Muskeln düst, bluten selbst tiefe Verletzungen im Schock selbst oft
kaum;

Muskulatur: hart, verkrampft oder bei Bewusstlosigkeit erschlafft;
Temperatur: Untertemperatur, kalte Gliedmaßen, Ohren etc.;

Verdauungssystem: Angst-bedingter Urin- &/oder Kotabsatz, komplette
Darmentleerung - auch alles, "was eigentlich noch nicht so weit war";
 in solchen Momenten hat das Lebewesen weder Hunger noch Durst;
...

Was tun?


Vorsichtige Annäherung - Reaktions- & Aggressionsschwelle sind u.U.
gleich null!
Ohrarbeit in jeglicher Form
wenn möglich so schnell wie möglich den Schockpunkt (unter der
Oberlippe) mehrmals relativ kräftig drücken/oder ttouchen (Waschbär,
Schwamm)
wenn kein Puls mehr - reanimieren, wenn keine Atmung - beatmen;
Kreislauf stabilisieren (Blutung stillen, flach lagern, Gliedmaßen
ttouchen, Waschbär-TTouch oder Bär-TTouch an den Zehen, Pythonheber an den Beinen)
auf Decke/Handtuch lagern & damit ganz sanfte & vorsichtige Heber
machen, am besten an allen Seiten gleichzeitig

wenn möglich Maulttouch & Zahnfleisch arbeiten

im Auge behalten, ob der Kreislauf  stabil bleibt

wärmen bzw. warm halten

bei Überhitzung oder Verbrennungen

natürlich keine zusätzliche
Wärme, sondern kühlen! Ein Hund der überhitzt ist,wie z.b. ein Hund der im Sommer im Auto zurück bleibt, geht auch in Schock (bevor er stirbt). Er hat sehr blasse Schleimhäute (die Zunge ist auch blasser) und hat dieselbe Symptome. Er soll mit nassen Tücher gekühlt werden. Die nasse Tücher über seinen Körper legen und gleichzeitig zu trinken geben. Auch die Fusssohlen könnte man mit Wasser kühlen.  Das Wasser darf auf gar keinen fall eiskalt sein. Bestimmt nicht zu kaltes Wasser zu trinken geben (eher zu lau als zu kalt).