Und schon wieder ist ein Jahr zu Ende, meist schneller als erwartet und viele Tierbesitzer stehen jedes Jahr vor dem immer gleichen Problem: Was mache ich Silvester mit meinem Haustier? Besonders schwierig ist die Situation, wenn das Tier Angst vor dem lauten Feuerwerk hat. Meist sind es Hunde, die sich zitternd in einer Ecke verkriechen. Aber auch Katzen, Meerschweinchen und Vögel sind betroffen. Was kann man also tun, um sein Tier gut ins Neue Jahr zu bringen?
Vertrautes hilft
Das wichtigste ist, ein ängstliches Tier sollte gerade zu Silvester nicht alleine bleiben. Vielen Tieren helfen die gewohnte Umgebung und der Betreuer, um Ruhe zu bewahren. Besonders wenn Sie einen Welpen oder ein Jungtier haben, das sein erstes Sylvester erlebt, sollten Sie ein Auge auf ihn haben.
Den Hund anziehen
Reicht die bloße Anwesenheit des Betreuers nicht aus, um das Tier zu beruhigen, gibt es andere Hilfsmittel. So können Sie dem Hund ein T-Shirt anziehen. Das sollten Sie möglichst vorher ausprobieren und mit Ihrem Hund üben. Die Körperwahrnehmung des Hundes wird durch das ihn umhüllende T-Shirt verbessert und viele Hunde fühlen sich sicherer.
Rückzugsort
Ein ängstliches Tier braucht eine Rückzugsmöglichkeit. Bauen Sie Ihrem Hund eine einfache Höhle, indem Sie sein Hundebett oder seine Decke unter einen Tisch legen und mit einem Bettlaken o.ä. 3 Seiten verhängen.Manchmal hilft Ablenkung zum Beispiel durch ein Spiel, einen Kauknochen oder einen mit besonders guten Leckerchen gefüllten Kong. Aber in ihrer Angst können manche Hunde nicht mehr fressen. Jeder Hund ist anders und braucht spezielle Hilfen.
Beginnt das Feuerwerk, dann bieten Sie Ihrem Hund die Möglichkeit bei Ihnen selbst Schutz zu suchen, aber bedrängen Sie ihr Tier dabei nicht. Es soll selbst entscheiden, was es gern hat.
Tellington TTouch
Wenn sich Ihr Tier anfassen lässt, haben sich die sogenannten Tellington-TTouches® sehr bewährt. Hierbei handelt es sich um sanfte, meist kreisende Berührungen und Bewegungen, die dem Tier helfen, sich zu entspannen und seine Ängste zu überwinden. Es ist sinnvoll, diese Methode vorher in einem Seminar kennen zu lernen. Außerdem sind über diese Methode diverse Bücher im Handel erhältlich. Mit Hilfe der Tellington® Methode können Sie allen Tierarten etwas Gutes tun.
Kann der Tierarzt helfen?
Bei manchen unserer vierbeinigen Mitbewohner reichen die bisher genannten Maßnahmen nicht aus. Wenn Sie bereits wissen, dass Ihr Tier besonders ängstlich reagiert, dann machen Sie etwa Mitte November einen Termin bei einem verhaltenstherapeutisch erfahrenen Tierarzt. Hier erhalten Sie z.B. einen Pheromonzerstäuber oder –spray, das bei Hunden und Katzen für Entspannung sorgen kann.
Zur Reduktion der Angst gibt es (pflanzliche) homöopathische Arzneimittel oder Bachblüten, die für Ihr Tier speziell ausgewählt werden müssen. Wenn das nicht ausreicht, hat ein Tierarzt verschiedene schulmedizinische Medikamente zur Auswahl, die das Tier entspannen. Früher wurde für kurzzeitige Angstzustände häufig der Wirkstoff Acepromazin eingesetzt. Durch dieses Medikament wird die Wahrnehmung des Hundes verändert, teilweise verstärkt sich sogar die Geräuschempfindlichkeit. Das kann die Ängste des Hundes noch steigern. Mittlerweile gibt es neuere Wirkstoffe, die eine bessere angstlösende Wirkung haben.Falls Sie weitere Fragen haben, den Tellington-TTouch kennen lernen oder ihr Tier behandeln lassen möchten, wenden Sie sich gerne an das Zentrum für Ganzheitliche Tiermedizin Bräuningshof (Atzelsberger Str. 10, 91094 Bräuningshof, Tel. 09133/4168, www.die-tierischen.de). Hier bekommen sie auch Rat bei anderen Verhaltensstörungen.
Einen entspannten Rutsch ins Jahr 2009 wünscht Ihnen und Ihren VierbeinernDas Tierärzteteam Bräuningshof
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