Über die Jahre wurden mehrere Studien und Untersuchungen zur Tellington Methode angefertigt. 1

1976: Testreihe mit Pferden im Freizeitreiter Testzentrum Reken, Deutschland

Linda Tellington-Jones begann mit Ursula Bruns, der Begründerin des Testzentrums und Chefredakteurin einer bekannten Pferdefachzeitschrift, eine Studie mit 20 Pferden mit Verhaltensauffälligkeiten, neurologischen oder körperlichen Problemen, die ein mehrere Wochen dauerndes Trainingsprogramm durchliefen. Das Training, das von Linda Tellington-Jones spezielle ausgearbeitete wurde, enthielt Bodenarbeitsübungen und Körperbehandlungen. Die Behandlung basierte auf der Feldenkrais-Methode, enthielt aber noch keine Tellington TTouches, da dieser erst 1983 entwickelt wurde. Das Ergebnis war, dass sich 17 der 20 Pferde in ihrem Verhalten sehr zum Positiven veränderten: sie wurden kooperativer, lernwilliger, freundlicher und wieder reitbar.  Als Ergebnis dieser Studie entstand das Buch „So erzieht man sein Pferd“, ein auch heute noch aktueller Klassiker in der Pferdeliteratur.

1985: Testreihe mit Sportpferden im Moskauer „Bitsa Olympia Zentrum der Reiter“, UDSSR

In einem 13 Tage dauernden Kurs mit acht Tierärzten und in Zusammenarbeit mit Trainern und Reitern wurden zehn Sportpferde mit TTouch behandelt und nach der TTEAM-Methode trainiert. Alle Pferde waren auf hohem Niveau in Dressur und Springen ausgebildet. Zehn andere Sportpferde wurden gleichzeitig wie üblich trainiert. Bei allen Pferden stellten die Tierärzte täglich durch Blutanalysen die Stresshormonwerte fest. Das Ergebnis: alle mit TTouch und TTEAM behandelten Pferde hatten signifikant niedrigere Stresshormonmengen im Blut als die normal trainierten Pferde.

1986 & 1987: Gehirnstromanalyse mit Menschen im „Boulder Institut of Biofeedback“, USA

Anna Wise, Expertin für Biofeedback und Gehirnstromanalysen arbeitete mit Linda Tellington-Jones und TTEAM-Practitionern an einem Versuch, die Gehirnwellenaktivität während der TTouch-Behandlung zu messen. Mit dem Mind Mirrow können die vier Gehirnwellen (Alpha, Beta, Theta und Delta) beider Gehirnhälften sichtbar gemacht werden. Das Ergebnis zeigte, dass durch TTouches sowohl das logische Denken wie auch die intuitiven Fähigkeiten des Menschen gesteigert werden können.

1999:  Doktorarbeit über die Wirkung von TTouch am  Institut Minnesota, USA

Cecilia Wendler RN, Phd CC RN, Dozentin an der Universität Wisconsin in Minnesota schrieb ihre Doktorarbeit über den qualitativen und quantitativen Einfluss von TTouch am gesunden Menschen vor und nach einer routinemäßigen Blutentnahme. Das Ergebnis zeigte, dass die Patienten die Blutentnahme durch eine vorhergehende TTouch-Behandlung ruhiger und angstfreier erlebten als nicht behandelte Patienten. Sie wiesen signifikant niedrigere Puls- und Atemfrequenzwerte auf.

1999:  laufende Studie über die Wirkung von TTEAM auf Pferde mit neurologischen Störungen, USA

Der Tierarzt Dr. Mark Mendelson erstellte in enger Zusammenarbeit mit TTEAM-Instructor Carol Lang und TTEAM-Practitioner Kirsten Henry nützliche TTouches und TTEAM-Trainingshilfen für Pferde mit neurologischen Problemen. Diese Übersicht wird an Tierärzte und die Besitzer der Pferde herausgegeben, deren Ergebnisse laufend gesammelt und dokumentiert werden.

2000: laufendes Programm zur Wirkung von TTouch und TTEAM auf gefährdete männliche Jugendliche, USA

Molly De Prekel, Tanya Welsh und Maureen Fredrickson arbeiten in Minneapolis, Minnesota mit Pferden nach der TTEAM-Methode und untersuchen, wie gefährdete junge Männer durch das Zusammensein mit Pferden und der Anwendung von TTouch und TTEAM sozialisiert werden können.

2001: Studie über den Stress beim Transportieren von Pferden in Ontario, Kanada

Stephanie Shanahan untersuchte im Rahmen ihres Tiermedizinstudiums wie Pferde, die sich nicht verladen oder transportieren ließen, durch TTEAM-Training beruhigt und positiv in ihrem Verhalten verändert werden können. Die Studie wurde 2001 vor der Tierärzte Konferenz AVMA vorgestellt, in einer Fachzeitschrift veröffentlicht und als beste Semesterarbeit gewürdigt.

2001: laufendes Programm mit TTEAM und TTouch für Kinder, Buffalo, NY, USA

Maureen Fredrickson und Animal Systems Inc. arbeiten mit Kindern, Heimtieren und Pferden an einer Studie, wie gefährdete Kinder durch das Zusammensein mit Tieren gefördert und sozialisiert werden können.

2002: Forschungsprogramm an der Universität in Minnesota, USA

Linda Tellington-Jones und Dr. Cecilia Wendler leiten jährlich ein mehrtätiges  Trainingsprogramm für Studenten der Human- und Tiermedizin, das zum Angebot der Universität Minnesota gehört. Mehr Informationen unter: www.csh.umn.edu/education/ltj/index.html

2003: Pilotstudio über die Möglichkeiten der TTEAM-Methode als Intervention und der Therapie abstinenter Alkoholkranker von Relana Mühlhauser an der Deutschen Sportschule, Köln

Relana Mühlhausen untersuchte im Rahmen ihrer Diplomarbeit die Möglichkeiten der Resozialisation von trockenen Alkoholikern durch das Training mit Pferden und der TTEAM-Methode.

Relana Mühlhausen 2004: Die Mädchen-Pferd-Beziehung als erlebnispädagogischer Ansatz der Sozialpädagogik – Die TTEAM-Arbeit mit Pferd in der erlebnisorientierten Mädchenarbeit (Femagogik)

Alja Roscher 2007: Die TTEAM-Methode als pädagogisches Handlungskonzept in der tiergestützten Arbeit

Karen Schmidt: Soziale Arbeit mit verhaltensauffälligen Kindern und dem Medium Pferd. Untersuchungen von „T.T.E.A.M.“ als Methode zur Veränderung des Sozialverhaltens innerhalb einer Kindergruppe

"2010 Bachelorarbeit an der Hochschule Darmstadt, Fachbereich Gesellschaftswissenschaften und Soziale Arbeit. Carlita Picard. Möglichkeiten sozialpädagogischer Beziehungsarbeit mit Mensch und Pferd am Beispiel des TTouch.

  1. 1. Weitere Informationen der Studien finden Sie auf Englisch unter www.TTouch.com