Was ist TTouch?
Der TTouch ist eine Technik von sanften qualitätsvollen Berührungen, die von der Kanadierin Linda Tellington–Jones entwickelt wurde.
Diese TTouches stellen eine der Technikgruppen der Tellington Methode dar. Außerdem macht man u.a. mit Hunden und Pferden Bodenarbeit.
Wie wird der TTouch ausgeführt?
Es gibt verschiedene Gruppen von TTouches: kreisförmige, streichende und hebende, sowie Körperteil-TTouches.
Die verschiedenen Techniken tragen Tiernamen. Diese Namen sollen den Geist der vielen Tiere in der Arbeit halten, die zur Entwicklung der Techniken beigetragen haben. Teilweise beschreiben sie die Technik bildlich.
Was bewirkt der TTouch?
Subjektiv erzeugt der TTouch Körperbewusstsein.Dieses bessere Körperbewusstsein zeigt deutliche positive Wirkung in bezug auf Selbstbewusstsein, Entspannung, Kontakt- und Bindungsbereitschaft, Konzentrations- und Lernfähigkeit, Geduld und Kooperationsbereitschaft.
Außerdem zeigt sich in vielen Fallgeschichten dass der TTouch eine günstige Auswirkung auf Gesundheit und Heilvorgänge zu haben scheint, sowie eine schmerzlindernde Wirkung.
Untersuchungen und wissenschaftliche Ergebnisse
Die Wirkung des TTouch wird in einer Sammlung von Studien, Untersuchungen und wissenschaftlichen Arbeiten zur Tellington-Methode untersucht. Er wirkt auf verschiedenen Ebenen.
Es gibt Hinweise dass der TTouch die Aktivität der Gehirnwellen günstig beeinflusst, und zwar sowohl beim Ausführenden als auch beim empfangenden Individuum. Aktuelle und sehr spannende Messunsresultate lassen den Schluss zu, dass der TTouch auf Zellebene wirksam ist.
Die Wirkung des TTouch lässt sich im Hormonhaushalt nachweisen. Messungen der Herzkhärenz ergeben eine Wirkung sowohl an der ausführenden als auch an der empfangenden Person.
Sammlung von Studien, Untersuchungen und wissenschaftlichen Arbeiten zur Tellington-Methode
Die kreisförmgen TTouches
können als das "Herzstück" dieser Körperarbeit bezeichnet werden.
Druckstärke
Variiert auf einer Skala von eins bis zehn. Der geringste Druck der Stärke 1 ist so leicht, wie Sie auf sanfteste Art die Haut verschieben können. Die Hand rutscht nicht über die Haut, sondern bewegt sie aktiv.
Kreisrichtung
Die kreisenden TTouches werden überwiegend in Richtung des Uhrzeigersinns ausgeführt.
Geschwindigkeit
Das Tempo für einen Kreis liegt zwischen einer und drei Sekunden. Zum Aktivieren sind schnellere Kreise sinnvoll, zum Beruhigen langsamere.
Linienführung
Die kreisenden TTouches sollen nicht mehrmals auf der gleichen Stelle ausgeführt werden, sondern mit Abstand und in Linien über den Körper. Gleiten Sie nach einem Kreis etwa eine Fingerbreit weiter auf der Haut, um den nächsten TTouch zu beginnen.
Namen
Die TTouches tragen Namen, die leicht zu behalten sind, Assoziationen wecken und eine Verbindung zu den Tieren darstellen, mit denen Linda Tellington-Jones gearbeitet hat. Der Wolkenleopard TTouch stammt z. B. von einer jungen Leopardin, die sie im Zoo von Los Angeles traf. Sie war zu jung entwöhnt worden und hatte einen neurotischen Knet- und Saugreflex, der durch die Bewusst-heitsförderung mit kleinen Kreisen an Maul und Pfoten gestoppt werden konnte.
So machen Sie den Muschel-TTouch
Ihre ganze Handfläche schmiegt sich der Haut an
Anwendung: Die flach aufliegende Hand vermittelt wohlige Wärme, Sicherheit und Fürsorge an sich selbst oder anderen. Der Körper entspannt und beruhigt sich. Es vertieft die Verbindung zwischen Menschen. Eine ruhige und tiefe Atmung ist die Folge. Hilft zuverlässig bei Schlaflosigkeit.
Wo am Körper
Kopfhaut, Nacken, Schultern, Rücken, Brust, Bauch; überall- so lange es das Tier gerne annimmt.
So geht’s
- Kommen Sie mit beiden Händen in einen sehr leichten Kontakt zum Körper Ihres Gegenübers. Die nicht kreisende Hand, meist die linke, liegt sanft auf, ist eine Art Gegenpol und stabilisiert den Körper. Die rechte Hand vollzieht die Kreisbewegung.
- Achten Sie darauf, die Haut mit möglichst wenig Druck zu bewegen.
- Schieben Sie die Haut mit dem Handteller einmal plus ein weiteres Stück weiter im Uhrzeigersinn herum.
- Stellen Sie sich dazu das Zifferblatt einer Uhr vor: Sie beginnen bei 6.00 Uhr (also unten) und schieben die Haut einmal im Uhrzeigersinn herum und dann weiter bis auf 8.00 oder 9.00 Uhr.
- Der Daumen liegt bequem auf der Haut auf und bewegt sich nicht aktiv mit.
- Der nächste Muschel-TTouch wird zwei Fingerbreit neben dem ersten ausgeführt. Folgen Sie einer gerade Linie.
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